Chanukka 2020

Jetzt muss ich mich outen. Chanukka ist mein Lieblingsfeiertag!

In der Chanukka Geschichte geht es um ein Wunder aber auch um harte Arbeit und um Kampf. Die jüdische Philosophie und auch Religion basiert darauf, dass man sich alles selbst erarbeiten muss und Gott dabei nur eine zusätzliche Stütze ist.

In der Chanukka Geschichte haben die Macabäer den zweiten Tempel und Jerusalem von den Griechen zurückerobert und die Menora wieder angezündet.

Es ist viel einfacher, sich nur auf eine unsichtbare Kraft zu verlassen, aber als religiöser und jüdischer Mensch glaube ich nicht, dass es unsere Aufgabe ist.

Wir, Menschen sind auf der Erde, um etwas zum positiven aus eigener Kraft zu bewegen, anderen Menschen zu helfen und sich selbst zu verwirklichen.

Das ist der erste Grund, warum ich Chanukka liebe. Der zweite hat natürlich damit zu tun, dass es Sufganiyot und Latkes zu essen gibt.🤪

Gestern haben wir die erste Kerze gezündet. Jedes Familienmitglied hat eine eigene Chanukkia. Die Kinder haben Geschenke bekommen und wir haben natürlich Sufganyiot gegessen.

Querdenken. Zeit, die Maske(n) abzulegen

Ein Gastbeitrag von Julia Stallinger

Aus dem Alltag ist die Maske nicht mehr wegzudenken. Sie dient dem Schutz anderer vor Corona und kann in gelebter Solidarität nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen schützen, sondern sogar Leben retten. Dieser Wirkung trauen aber besonders Querdenker:innen nicht. Die Maske schütze nicht vor der Pandemie, sie sei vielmehr ein Symbol des Mundtotmachens kritischer Stimmen. Doch wer will hier wen mundtot machen? Verfolgt man die Reden auf Querdenken-Demonstrationen, so wird einem schnell klar, dass das Ablegen der Maske vor allem eine symbolische Wirkung erzielen soll. Die häufig als „Maulkorb“ bezeichneten Masken werden abgelegt im vermeintlichen Kampf um die Freiheit. Freiheit, sich wieder mit Menschen zu treffen, aber eben auch Freiheit, sich öffentlich zu radikalisieren und ein altes neues Feindbild über ein größeres, verschwörerisches Narrativ zu etablieren. Was zunächst aussieht wie ein Wunsch nach Ausbruch aus der Pandemie ist tatsächlich nur eine Maske für den eigentlichen Wunsch nach Ausbruch aus der Demokratie.

Von Schuldkult und Opferneid

Die Aussagen und Gedankenspiele auf Querdenken-Demonstrationen sind vielfältig, aber ähnlich im Inhalt. Von einer Studentin, die sich selbst mit Sophie Scholl gleichsetzt, weil sie sich im „Widerstand“ befände, über ein elfjähriges Mädchen, das von ihren Eltern dazu instrumentalisiert wird, zu sagen, sie lebe wie Anne Frank, bishin zu Menschen, die Judensterne auf Masken und andere Kleidungsstücke drucken und behaupten, sie seien „die neuen Juden“. Es finden sich verschiedene Formen der Anspielung auf das NS-Regime und schließlich auch auf die Shoa auf Querdenken-Veranstaltungen. Das ist problematisch, weil Sprache Bilder formt. Die Bilder, denen sich hier bedient wird, sind grausame Bilder von der Ermordung von Millionen von Menschen, die vollkommen grundlos brutalst von einem faschistischen Regime vernichtet wurden. All diese Anspielungen und Vergleiche mit einer Diktatur werden also gemacht, während man selbst in einer Demokratie lebt, in der Gewaltenteilung herrscht und man sogar während einer Pandemie unter Polizeischutz demonstrieren kann und darf, es also keinerlei Ähnlichkeiten mit dem NS-Regime gibt. Wieso also die Vergleiche?

Die Verunsicherung, die Angst, etwas ausgesetzt zu sein, das niemand kontrollieren kann, ist nicht ungewöhnlich zu Zeiten einer Pandemie. Nicht nur Querdenker:innen haben Sorgen und Ängste, nicht nur Querdenker:innen sehnen sich wieder zurück in ein Leben ohne Maske mit engen sozialen Kontakten. Aber gerade die Tatsache, dass wir sozusagen kollektiv „Opfer der Pandemie“ sind ist auch ein wesentlicher Punkt, weshalb die Bewegung auch in zunächst nicht antisemitischen oder radikalen Kreisen Einzug gewinnt. Diese Selbstidentifkation als Opfer der Umstände kann der erste Berührungspunkt mit Querdenken sein. Gleichzeitig bietet die Bewegung vermeintliche Antworten auf Fragen, die man sich zuvor vielleicht gar nicht gestellt hat. Denn dort, wo ein Opfernarrativ erzählt wird, da gibt es auch Täter:innen.

Wir sind die neuen Juden!“ oder auch: „Die Zionisten sind schuld!

Rothschild. Soros. Die Finanzeliten. Lügenpresse. Big Pharma. Oder auch direkt, laut Attila Hildmann: die Zionisten. Codes für vermeintliche Täter:innen findet man auf Querdenken-Veranstaltungen genug. Abstrakte Größen, die unnahbar scheinen. Wer sind diese Zionisten? Spätestens, wirklich allerspätestens hier muss klar sein: Was auf Querdenken-Demonstrationen verbreitet wird, ist Antisemitismus. Und das auch nicht mehr subtil, sondern offenkundig und toleriert von der Gesellschaft.

Querdenken bedient sich jahrhundertealter antijüdischer und antisemitischer Stereotype und adaptiert diese. Vom geldgierigen Juden, der die Medien kontrolliert, die Coronaimpfung in die Welt setzt, um die Menschen zu vergiften (ganz nach dem Brunnenvergiftungsmotiv) und die Regierungen dazu bringt, Menschen diese große „Corona-Lüge“ zu verkaufen, um sich so an ihnen für die grausame Geschichte der Verfolgung zur NS-Zeit zu rächen. Antisemitische Narrative sind tief im deutschsprachigen Raum verwurzelt. So tief, dass heute noch zwischen 20 und 24% der Bevölkerung in Deutschland glauben, dass Juden zu viel Macht in der Poltik, Wirtschaft, Finanzwelt und Medienlandschaft haben und sogar glauben, dass Jüdinnen und Juden sich für etwas Besseres hielten. Zudem denken 41% der Deutschen, Jüdinnen und Juden wären Israel gegenüber treuer als Deutschland, das entspricht auch dem Prozentsatz der Bevölkerung, der denkt, Jüdinnen und Juden sprächen zu häufig über die Shoa (vgl. Brumlik, 2020, S. 4f.). Gerade deshalb funktionieren subtile antisemitische Codes sehr gut, denn sie müssen nicht neu erlernt werden. Sie waren nie weg, sondern haben sich nur weiterentwickelt. Querdenken macht sich diese Muster zu nutze und instrumentalisiert die Shoa, indem sie ihre heutige Situation mit der der NS-Zeit gleichsetzen und mit den dadurch hergestellten emotionalen Konnotationen Zuspruch gewinnen. Spricht man nun aber selbst als Jüdin oder Jude über die grausamen Ermordungen, wird einem Schuldkult vorgeworfen, also bewusstes Hervorrufen von Schuldgefühlen aufgrund der Geschichte. Betrachtet man die Menge an Menschen, die antisemitische Narrative verinnerlicht haben, dann überrascht es nicht, dass diese Schuldumkehr erfolgreich funktioniert, auf dessen Basis sich neue Feindbilder bauen lassen. „Die Zionisten“, Israel, „deutschlanduntreue“ Jüdinnen und Juden, die zu viel über die Shoa reden, um einem selbst Schuldgefühle einzuflößen. Sie seien doch diejenigen -– so glaubt ein nicht geringer Prozentsatz der Deutschen – die Macht in Form von Geld, Einfluss auf die Politik und Medien wie auch auf die Pharmabranche haben. Es ist für Querdenker:innen also naheliegend, sich nicht nur selbst zu viktimisieren, sondern gleichzeitig Schuldumkehr zu betreiben und zu behaupten, Jüdinnen und Juden, unter dem Code der „Zionisten“, wollen mit der Coronapandemie anderen schaden. Das Motiv? Rache.

Auf der Suche nach einem neuen, nicht greifbaren, elitären Feindbild kommt auch die Nähe von Querdenken zu Qanon, die nicht nur symbolisch, sondern auch ideologisch verankert ist, hervor. Gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland zu hetzen, das ist ­– zum Glück – auf legaler Ebene schwierig. Das führt aber unweigerlich dazu, Zionistinnen und Zionisten, also jene Leute, die die Existenz des einzigen jüdischen Staates Israel befürworten und unterstützen, als neues Vehikel für ihren Hass zu legitimieren. Unter der Schätzung, dass 95% der Jüdinnen und Juden weltweit Zionist:innen sind wird ebenso klar erkennbar, dass es sich wieder nur um ein Codewort handelt, das den eigenen Antisemitismus kaschieren soll. Und nicht nur das: Unter dem kollektiven Hass auf Zionismus finden Gruppen zusammen, die sonst nie zusammenfinden würden. Wenn eine von Rechtsradikalen organisierte Free Palestine-Demonstration vor einer Synagoge in Deutschland, wo deutsche Jüdinnen und Juden beten, nicht genehmigt wird, dann wird das kollektive antisemitische Motiv unter dem Deckmantel des Antizionismus klar erkennbar. Dieses gemeinsame Narrativ der bösen Zionist:innen, das für viele zunächst gar nicht greifbar ist, funktioniert. Es funktioniert, weil es verharmlost werden kann, schließlich hat ja niemand explizit von „den Juden“ gesprochen. Es funktioniet, weil es abstrakt erscheint und weil Zionismus „ein umstrittenes Thema ist“, weil Zionismus aber eigentlich zunächst ein Begriff, ist, der den meisten Menschen im deutschsprachigen Raum gar nichts sagt und es schwer ist, gegen einen unbekannten Begriff zu argumentieren. Es funktioniert nicht zuletzt aber auch, weil Antisemitismus schlichtweg, selbst wenn er offen praktiziert wird, in der Mehrheitsgesellschaft toleriert wird.

Demonstrieren für die Freiheit

Tatsache ist: Es gibt legitime Punkte, die man am Pandemiemanagement kritisieren kann und muss. Das ist aus rein medizinischer, ethischer und juristischer Perspektive nicht nur möglich, sondern auch notwendig, um sicherstellen zu können, den effektivsten Schutz für die Gesellschaft zu gewährleisten. Gleiches gilt für Kritik an der Regierung, wie die Opposition beispielsweise veranschaulicht. Diese gerechtfertigte Kritik kommt aber ohne antisemitische Verschwörungsmythen, die sich häufig als antizionistisch kaschieren, aus.

Auf Coronademonstrationen geht es nicht darum, legitime und notwendige medizinische und juristische Fragen zu stellen und Kritikpunkte aufzuwerfen. Es geht darum, die Demokratie in Frage zu stellen und zu überwinden. Ein demokratisches System umzustürzen, das von Querdenker:innen als Diktatur betrachtet wird, weil das eigene Narrativ der jüdischen/zionistischen Weltverschwörung bereits so verinnerlicht ist, dass man gar nicht mehr wahrnehmen kann, dass Gewaltenteilung existiert, Wahlen nicht gefälscht werden, Menschen frei demonstrieren dürfen (auch während einer Pandemie) und, Baruch HaShem, niemand ermordet wird, weil wir in einer Demokratie und nicht einer Diktatur leben.

Geschichtsrevisionistische und -relativierende Aussagen befördern die eigne Viktimisierung und verharmlosen die Shoa und damit den brutalen Mord and sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Zugleich schaffen diese Aussagen Implikationen und Bilder, die dazu führen, sich selbst in heutiger Zeit als Opfer, zunächst der Pandemie und schließlich einer vermeintlichen Diktatur zu sehen. Diese Diktatur verfolgt Ziele, die den Bürger:innen nicht bewusst sein können, die sie also selbst aufdecken müssen. So entwickelt sich das Verschwörungsnarrativ der zionistischen Eliten, die im Geheimen von Israel aus, aber auch in der Diaspora agieren, das Virus in die Welt setzen, die Medien, Finanzen, Pharma und die Regierung kontrollieren und so als Weltmacht die Rache an der deutschen Bevölkerung üben. Es beginnt also mit zunächst unscheinbaren Codes, die man vielleicht als Laie gar nicht als antisemitisch kategorisieren würde. Daraus entwickelt sich aber schnell ein neues Feindbild, in dem die „Deutschen“ die Opfer und Jüdinnen und Juden die Täter:innen sind.

Umso wichtiger ist es, nicht nur von „Covidioten“ zu sprechen und ihren gelebten Antisemitismus müde zu belächeln und dadurch zu verharmlosen. Eine Verharmlosung bietet Platz in der Gesellschaft. Den gibt es aber nicht für Antisemitismus. Geschichtsrevisionismus und antisemitische Verschwörungsmythen, so absurd sie klingen, müssen ernst genommen, eingeordnet, diskutiert und widerlegt werden. Wenn „nie wieder“ auch wirklich „nie wieder“ bedeuten soll, dann muss es Aufgabe der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft sein, nicht nur Jüdinnen und Juden zuzuhören, sondern auch sich selbst klar gegen alle Formen des Antisemitismus zu positionieren.

Zahlen zu antisemitischen Einstellungen in Deutschland:

Brumlik, M. (2020). Antisemitismus. 100 Seiten. Bonn: Reclam.

Über die Autorin

Julia Stallinger, BEd studiert derzeit im Master Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Salzburg. Am Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität ist sie außerdem als Studienassistentin tätig und moderiert die Radiosendung Maschehu – Mischehu, die auch als Podcast verfügbar ist. Während das Ziel der Sendung ist, innerjüdische Diversität, die im Mainstream keinen Raum findet, durch eine Vielfalt an jüdischen Themen und Gästen sichtbar zu machen und zu diskutieren, engagiert sie sich thematisch außerhalb der Sendung vorrangig zum Thema Antisemitismus und als Mitglied der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft spezifisch zur Schnittstelle zwischen antizionistischen und antisemitischen Motiven in radikalen Gruppierungen.

Link zur Sendung Maschehu – Mischehu:

Twitter:

#FragEinenJuden – Teil 4

Die ersten drei Teile habt ihr schon gesehen. Jetzt ist nach zwei Wochen Pause der vierte Teil fertig und ich hoffe, ihr seid genau so zufrieden damit wie ich. Noch mindestens ein weiterer Teil ist geplant.

In diesem Teil beantworten wir die Frage nach der jüdischen Küche ganz allgemein. Wollt ihr noch mehr wissen über Essen, Koscherregeln, Traditionelle Gerichte und andere Dinge zur Ernährung der Juden? Ich nenne uns nicht umsonst manchmal „die kulinarische Religion“. Schreibt es hier in die Kommentare oder unter dem Video oder einfach auf Twitter unter den Hashtag #FragEinenJuden!

Zucker ohne Zucker – Food Innovation aus Israel

Startup News aus Israel.

Der kanadische Raffinierzuckerriese Rogers Sugar, die Muttergesellschaft von Lantic Inc, hat sich mit dem israelischen Foodtech-Startup DouxMatok zusammengetan, welches ein Zuckerersatz- Produkt entwickelt hat, das gesünder ist, aber den Zuckergeschmack und -konsistenz beibehält.

DouxMatok will durch diese Zusammenarbeit sein Produkt kommerzialisieren und arbeitet bereits daran, ein Vanillearoma herzustellen, welches als gesunder Ersatz in der Lebensmittelproduktion verwendet werden kann.

Doch wie funktioniert es? Das innovative Produkt von DouxMatok versüßt den Zuckergeschmack, indem es auf effiziente Weise den Zuckergeschmack zu den Geschmacksknospen transportiert und so das “süße Glücksgefühl” verstärkt, welches auf das Gehirn übertragen wird.

Auch die Frankfurter Zuckermanufaktur Südzucker AG, die Schweizer Btov Partners und andere sind an diesem Projekt beteiligt und haben ihr Interesse an einer engen Zusammenarbeit angekündigt.

https://www.geektime.com/douxmatok-partners-with-rogers-lantic/

#FragEinenJuden – Erklärvideos mit Marina Weisband

Marina Weisband ist eine Jüdin aus Deutschland. Sie nennt sich selbst gläubig, aber nicht religiös. Sie ist vielen Menschen in Deutschland bekannt, da sie lange Zeit das Gesicht und das Herz der Piratenpartei Deutschlands war und auch nach ihrem Ausscheiden dort eine Netzaktivistin und gefragte, kluge Stimme im politischen Diskurs geblieben ist.

Marina fragte auf Twitter ihre Follower: Was wollt ihr zum Judentum wissen? Denn der steigende Antisemitismus, der durch die Anschläge in Halle, Hamburg und Wien mörderisch wurde, lässt sich am effektivsten durch Bildung und Wissen begegnen.

Sie war von der Resonanz selbst überrascht und hat über 200 Fragen eingesammelt. Marina und ich kannten uns da noch nicht persönlich. Ich bot an, ihr bei der Beantwortung der Fragen zu helfen. Sie willigte ein und das Resultat sind bisher 3 Videos unter dem Titel #FragEinenJuden mit den Fragen der User und den Antworten von uns beiden, die wir in einem Rutsch aufgenommen haben und die Karol Kosmonaut dankenswerterweise in leicht verdauliche Häppchen geschnitten hat.

Es werden noch mindestens zwei Videos folgen, die wir auch bereits aufgezeichnet haben, und ich freue mich jetzt schon darauf und darüber und ich bin Marina sehr dankbar, dass sie mich an Bord geholt hat in diesem Projekt. Schaut rein!

Israelische Corona-Startups

Coronabedingt haben wir innerhalb der letzten Monate weltweit interessante Entwicklungen im Bereich Innovation und Gesundheitswesen gesehen, die sowohl das Einhalten der neuen Abstandsregeln unterstützen, als auch innovative Lösungen in der Gesundheitsversorgung bieten.

Da bis dato nur der PCR-Test und der Antigen-Test verwendet werden, um auf COVID-19 zu testen, hat Zebra Medical Vision Ltd aus Israel eine AI-Lösung für das medizinische Röntgenbild erfunden, welches im Mai 2020 die FDA-Zulassung erhielt.

Diese Erfindung soll Medizinern helfen, wenn herkömmliche Testmethoden nicht verfügbar sind und kann außerdem festestellen, wie schwerwiegend die geteste Person erkrankt ist. In Zukunft hoffen sie, dass die AI Erfindung auch bei anderen medizinischen Fällen zum Einsatz kommen kann.

Außerdem arbeitet die israelische Regierung eng mit Drohnen-Technologien von Airobotics und OCTOPUS Systems zusammen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen.

Auch wenn wir durch die Pandemie mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, weiß die Startup-Nation kreative Lösungen zu finden und an ihren Aufgaben zu wachsen.

(Text: Mela Friedrich ) GIIN – German-Israeli Innovation Network

Photo: Lisa Grimm

https://www-entrepreneur-com.cdn.ampproject.org/c/s/www.entrepreneur.com/amphtml/356603

ai #artificialintelligence #coronavirus #covid #medical #zukunft #startup #innovation

Israelische Biere Tasting – Video 4

In dem Video Folge vier
Trinken wir nicht nur ein Bier
Über Golan und Politik reden wir
Und auch über das Trump-el-tier

Viel Spass mit dem vierten Video in userer Reihe „Israelische Biere Tasting“, in denen wir Israelische Craft-Biere testen und dabei reden über dies & das. In diesem Video erfährt das Tasting eine (auch für uns!) unerwartete Wendung…

Video 1: Negev
Video 2: Malca
Video 3: Emek Ha’ele

Channukkakitsch!

Bald ist Channukkah! Und wie jedes Jahr, sucht Juna Grossmann auf Twitter den schönsten und absurdesten Chanukkakitsch zusammen. Guckt euch das auf jeden Fall an!

Und dieses Jahr habe ich ein eigenes Stück zur Sammlung hinzugefügt. Ihr könnt diesen kuscheligen Hoodie auf (zugegebenerweise nicht ganz unkontrovers) Spreadshirt kaufen und dann stilecht Kerzen zünden und dabei Schokolade essen.

Alle Gewinne werden in HaselNussTafeln investiert. Und ja, Hanuta ist koscher!

Talente

Talente – dieses Wort begleitet uns unser ganzes Leben. Wenn man ein Kind ist, schauen die Eltern und manchmal auch die Lehrer, welche Talente man hat. Manchmal werden diese gefördert.

Neulich sprach ich mit einer Freundin darüber, sie hat geklagt, dass ihre Talente in der Kindheit nicht gefördert wurden. Sie ist wirklich sehr talentiert in sehr vielen Bereichen. Aus verschiedenen Gründen konnte den Talenten nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, als sie ein Kind war.

Ich widersprach ihr und sagte, dass sie selbst sehr viel aus ihren Talenten gemacht hat und an sich gearbeitet hat.

Das ist auch die Beobachtung, die ich bei mir selbst und bei meinen Kindern mache.

Es ist eine Kombination aus Talenten, mit denen wir geboren werden, Förderung in der Kindheit und das, was wir aus unseren Talenten machen.

Diese Überzeugung ist zu meinem Lebensmotto geworden. Man kann und man sollte jeden Tag an sich arbeiten.

Ich gebe euch ein aktuelles Beispiel. Ich hatte nie Probleme damit, vor dem Publikum zu sprechen, ich habe es schon immer geliebt und war immer gut darin. Als ich aber vor 3-4 Jahren angefangen habe, Videos für Social Media zu machen, klappte es überhaupt nicht. Ich war verkrampft, gestresst und das sah man in den Videos. Seit etwa 3 Wochen merke ich, dass ich endlich mit jedem meiner Videos zufrieden bin. Viel Übung und an sich arbeiten hat sich ausgezahlt.

Deshalb mein Appell an alle, die meinen, keine oder nicht genug Talente zu haben: alle haben Talente. Es ist wichtig zu erkennen, was ihr gut könnt und es ist noch wichtiger, Arbeit in die Talente zu stecken.

Photo: Michal Sela

10 Jahre Aliyah

Heute vor 10 Jahren habe ich Aliyah gemacht.

Es war in erster Linie keine rationale Entscheidung, sondern eine emotionale. Es war eine Art Märchengeschichte, die ich mir hätte nie träumen lassen können.

Mein Mann und ich waren eine Weile befreundet, als er Anfang 2010 kurz nachdem wir uns verliebt haben, Aliyah gemacht hat.

Der Abschied damals war mit Tränen und gebrochenen Herzen, zurückblickend eine hollywoodreife Geschichte.

Zwei Monate später, nach täglichen Telefonaten, saßen wir Abends im März am Strand in Tel Aviv und er machte mir einen Antrag.

Ich wusste, dass es nicht nur ein persönlicher Neuanfang sein würde, sondern für mich auch ein Neuanfang in einem neuen Land. Ich liebte Israel und sah es neben Deutschland auch als Heimat, dennoch war es etwas neues für mich, hier zu leben.

Im August heirateten wir dann in Deutschland und zogen in eine gemeinsame Wohnung in Jerusalem.

Als mein Aliyah Visum fertig war, flogen wir nach Deutschland, um es abzuholen.

Mit 5 Koffern landeten wir dann am 1.11.2010 in Israel, unserer neuen Heimat. Ich wurde noch vor der Passkontrolle von einer Frau mit einem Schild abgeholt und in einen Raum vom Innenministerium gebracht.

Dort bekam ich von einer müden Beamtin meinen Ausweis in die Hand gedrückt, sie sagte „Mazal Tov and welcome home“, ich macht ein Foto mit meinem Ausweis und wir fuhren nach Jerusalem. Vier Jahre war Jerusalem unser Zuhause, dort sind unsere Jungs auf die Welt gekommen. Danach hat es uns in die Nähe von Tel Aviv verschlagen.

Jetzt schlagen in meiner Brust zwei Herzen, eines für Deutschland und eines für Israel. Israel ist ein verrücktes Land aber ich bin unheimlich glücklich, dass es für meinen Mann, mich und unsere drei Kinder ein Zuhause ist, wo wir uns wohl fühlen.