Klicks von Rechts

weltdefbshares
wow, fast Viertausend Facebook Interaktionen!

Mein Artikel in der WELT von gestern hatte keinen prominenten Platz auf der WELT Startseite und hat trotzdem bis heute schon fast Viertausend Facebook Interaktionen provoziert. Das ist echt eine ganze Menge!

Es liegt in der Natur der Sache, dass manche davon auch aus der rechten Ecke stammen. Darunter sind einige AfD-Seiten und die Nazi-Facebook-Gruppe „Widerstand Dresden„, die ihn geteilt haben.

Ich habe mir die Kommentare in ein paar AfD-Landesgruppen Facebook Seiten zu meinem Artikel angetan. Dazu kann ich nur sagen: Wer hat euch denn ins Gehirn geschissen???

Hier eine klare Message an Euch: Ihr Scheisstypen seid einem Trojanischem Pferd aufgesessen. Ich habe den Text geschrieben, weil ich Eure Unterscheidung zwischen „uns“ und „die“ zum Kotzen finde. Ich habe den Pragmatismus des Profiling hervorgehoben und die positiven Effekte auf das Zusammenleben zwischen etwa Muslimen und Nichtmuslimen. Ich rede das Wort für ein gutes Zusammenleben unter der Bedrohungslage von islamistischem Terror. Ich will mit Muslimen als Mitmenschen in Frieden leben, ihr wollt die Muslime loswerden. Wenn eine von euch Knallchargen sich auf mich berufen sollte, wenn es um die Einführung ethnisches Profilings geht, dann werde ich der erste sein, der lautstark dagegen sein wird!

So. Genug Fäkalausdrücke für dieses Jahr. Das Kontingent ist aufgebraucht. Und überrascht bin ich ehrlich gesagt auch nicht darüber. Aber wer Angst hat, Applaus von der falschen Seite zu bekommen, sollte einfach die Klappe halten. Das weiss inzwischen sogar die Wagenknecht von der PDS. Ich will nicht, dass ethnisches Profiling von den Falschen aus den falschen Gründen gemacht wird, sondern aus den richtigen Gründen, wenn es unausweichlich wird. Daher habe ich mich auch gefreut über die Kommentare unter den Artikel, die warnten vor dem Profiling mit Hinweis auf die jüngere Deutsche Geschichte. Solche Massnahmen dürfen eben nicht unreflektiert und fahrlässig eingeführt werden und müssen diskutiert werden.

Einen Fäkalausdruck habe ich mir noch aufgehoben für die „Widerstand Dresden“ Nazis:

„Steckst’n Finger in Po und…. Dresden!“

Verdrängung

Verdrängung ist wichtig für die Psyche. Ohne Verdrängung wären wir paranoid. Ich verdränge jeden Tag, dass ich hier in Israel jeden Moment an einem mir in den Rücken gerammten Messer sterben könnte oder, was deutlich wahrscheinlicher ist, an einem Verkehrsunfall.
Sonst könnte ich nicht jeden Tag ins Auto oder aufs Fahrrad steigen, zur Arbeit fahren, produktiv sein und nicht depressiv.
Verdrängung ist also überlebensnotwendig. Ebenso überlebensnotwenig ist aber, dass die Politik, die Sicherheitskräfte und andere Staatsorgane eben nicht verdrängen und agieren und reagieren auf Bedrohungen. Etwa durch Polizeiarbeit und Geheimdienstarbeit oder auch durch Gurtpflicht und Verkehrskontrollen.

Oder, wie Henryk M. Broder es ausführlicher sagt:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article149862932/Der-Terror-macht-uns-zu-Meistern-der-Verdraengung.html

Artikel in der Welt über Toleranz

Die WELT hat einen Artikel von mir veröffentlicht. Die Überschrift kommt aus der Redaktion und ich hätte sie wohl nicht so gewählt: Mit dem Wort „müssen“ muss man vorsichtig umgehen (kleines Wortspiel)… Trotzdem freue ich mich sehr darüber und ich hoffe, dass es ein wertvoller Debattenbeitrag ist in der Diskussion um den Umgang mit Menschen aus verschiedenen Kulturen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article147643417/Wir-muessen-Muslime-akzeptieren-sie-uns-aber-auch.html

Der Artikel war auch in der gedruckten Ausgabe der WELT auf Seite 2. Der Titel, den die Redaktion hier gewählt hat, gefällt mir viel besser: „Warum immer tolerant sein?“

toerantseinwelt