Salonkolumnisten: Das Diktat der Uhr

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Nach dem Ende der Zeitumstellung, wie sie die EU geplant hat, müssen wir uns für eine Zeit entscheiden: Soll es die ganzjährige Sommerzeit sein?

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Und das sagt der Leser Patrick Pinkepank dazu:

Salonkolumnisten: Alles Käse

santorini-1972883_1920-1017x682Auf Twitter machte der „Skandal“ um die per Bildbearbeitung entfernten Kreuze von Kirchen auf einer Käseverpackung einer Eigenmarke des Discounters Lidl die Runde und ich fand die Aufregung dort schon stark übertrieben. Jetzt wird es sogar in großen Tageszeitungen thematisiert, also fühlte ich mich geradezu genötigt, einen Text darüber auf dem Autorenblog Salonkolumnisten zu schreiben.

Salonkolumnisten: Klagen um die Mauer und den Felsendom

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Die Kotel in Jerusalem

Alles dreht sich um die Kotel und den Felsendom: Das Zerwürfnis der Amerikanischen Juden mit Israel, die diplomatische Krise mit Jordanien, die Angriffe auf Synagogen in der Türkei und das Schweigen der Europäer zu dem ganzen Irrsinn. Hier mein Kommentar dazu auf dem Autorenblog „Salonkolumnisten„:

https://www.salonkolumnisten.com/klagen-um-die-mauer-und-den-felsendom/

Besatzung oder Militärpräsenz?

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Ein Benutzer auf Twitter wirft mir meine Wortwahl vor

Mein Artikel auf Salonkolumnisten zum Thema Zwei-Staaten-Lösung gefällt nicht jedem. Dabei lässt er komplett offen, welche Lösung für den Nahostkonflikt nun die „richtige“ ist. Denn alles, was ich erreichen will, ist dass eine Diskussion über die Zwei-Staaten-Lösung in Gang kommt und überhaupt ein Weg aus dem Status Quo gefunden wird.

Die richtige Wortwahl

Diesen beschreibe ich im Text auch entsprechend negativ. Er ist zwar stabil und für alle Seiten gerade noch so erträglich, aber einen Ausweg wünsche ich mir für mich und meine Mitmenschen hier. Und vor allem auch für meine Kinder. Sie sind heute zwar noch sehr klein, aber in weniger als 15 Jahren werden sie auch in den Militärdienst eingezogen. Israels Armee ist eine Volksarmee und keine Berufsarmee. Es gibt auch einen Zivildienst, aber ich werde meine Kinder nicht drängen, diesen Weg einzuschlagen. Andere Eltern haben auch Kinder, die in der Armee dienen und mich und meine Kinder unter Einsatz ihres Lebens schützen. Warum sollen meine das nicht auch tun? Auch wenn ich über Jahre keine Ruhe haben werde, bis alle den Dienst beendet haben.

Ich nutze in der Beschreibung des Status Quo das Wort „Militärpräsenz“ und nicht etwa „Besatzung“, um die Schwierigkeiten zu beschreiben, die die Palästinenser ertragen müssen. Der Grund ist folgender: Militärpräsenz ist ein neutraler Begriff. Eine Präsenz von Militär kann gute und schlechte, gerechte und ungerechtfertigte, aggressive und defensive, ja selbst zivile oder militärische Gründe haben.

Eine Besatzung wiederum ist ein aggresiver, invasiver Akt. Die völkerrechtliche Beurteilung ist dabei wichtig genau wie die praktische Umsetzung der Militärpräsenz. Das Völkerrecht ist hier alles andere als eindeutig, auch wenn das von „Israelkritikern“ gebetsmühlenartig immer und immer wieder wiederholt wird.

Die Umsetzung der Militärpräsenz wiederum kann man durchaus als Besatzung verstehen, das stimmt. Ich aber nicht. Denn eines Tages wird einer meiner Söhne dort schwerbewaffnet stehen müssen, wenn bis dahin keine Lösung gefunden wurde. Und heute stehen die Söhne und Töchter meiner Freunde und Mitmenschen dort. Und die alle würden lieber ihre Kinder zuhause haben, in der Uni studieren sehen oder eine Weltreise machen lassen, als sie mit Gewehr und schussicherer Weste im Westjordanland stehen zu wissen.

Judäa und Samaria ist „Siedlersprech“

Das Westjordanland nenne ich oft „Judäa und Samaria“. Auch das wurde mir vorgeworfen. Ich nutze beide Begrifflichkeiten und versuche „Westjordanland“ im rein politischen Zusammenhang und „Judäa und Samaria“ im geographischen zu nutzen. Judäa ist das Gebiete südlich Jerusalems und Samaria nördlich. Diese Bezeichnung ist in Israel die offizielle Bezeichung der Gebiete, wird aber von Kritikern meiner Texte als „Siedlersprech“ oder „Bibelnamen“ diffamiert. Dabei waren diese Namen auch bei der arabsichen Bevölkerung bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts die geläufigen Namen.

Viel kritischer ist das Wort „Westjordanland“ zu sehen. Es ist im Grunde ein politischer Kampfbegriff. Er wurde von der PLO geprägt. Die Aussage „Die Juden haben uns Judäa weggenommen“ klingt einfach zu lächerlich, daher musste ein neuer Name für diese Gebiete her. Wem dieser Kampfbegriff noch zu harmlos ist, der sagt „Besetzte Gebiete“. Aber dazu werde ich mich nicht herablassen.

Worte sind mächtig

Meine Wortwahl ist also nicht zufällig. Ich bin Zionist. Ich liebe unser Land und achte die Leute, die hier leben. Alle, nicht nur die Juden. Ich werde nicht in den Chor der Israelhasser einstimmen, indem ich ihre tendenziöse Wortwahl übernehme. Unsere Soldaten sind in Judäa und Samaria präsent und sie sind dort, weil sie es müssen und nicht weil sie es wollen. Davon bin ich überzeugt. Wer das anders sieht, soll das gerne tun.

Salonkolumnisten: Alternativen zur Zwei-Staaten-Lösung

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1853 Mitchell Map of Palestine

Die Zwei-Staaten-Lösung wird gerne als alternativlos verkauft. Dabei spricht nicht sonderlich viel für diese Lösung: Ein arabischer Staat in den Gebieten des Westjordanlandes und des Gazastreifens wäre kaum lebensfähig. Der einzig gute Grund für einen solchen Staat ist die vage Hoffnung auf einen Frieden. Aber es gibt Alternativen:

http://www.salonkolumnisten.com/nahost-alternativen-zur-zwei-staaten-loesung/