Äpfel und Birnen vergleichen

apfelbirne

Es gibt Leute, die sagen, man könne Äpfel und Birnen nicht vergleichen. Doch das stimmt nicht. Hier der Beweis:

Apfel Birne Übereinstimmung
Form rundlich, Stil am oberen Ende „birnenförmig“, also unten meist breiter und oben spitz zulaufend mit abgeflachtem Abschluss nein
Farbe verschiedene Farben, meist grün oder rot und Musterungen meist grün, manche Sorten werden in der Reife gelb nein
Geschmack süß-sauer süß, sämig, leicht bitter nein
Obstsorte Kernobst Kernobst ja
Gewächs Laubbaum, sommergrün Laubbaum, sommergrün ja
Familie Rosengewächse Rosengewächse ja
Fruchtart Scheinfrucht Scheinfrucht ja
Reife Erst sehr sauer, dann über die Reife immer süßer. Reift nach der Ernte nach. Anfangs viel Gerbsäure, teilweise ungenießbar. Reift nach der Ernte nach und wird sehr süß. nein
Lagerfähigkeit gut, steuerbar schlecht nein
Nutzung Frischobst, Sirup, Saft, Marmelade, Trockenobst, Alkoholika Frischobst, Sirup, Saft, Marmelade, Trockenobst, Alkoholika ja

Wie Sie sehen, es gibt in diesem Vergleich fünf Übereinstimmungen und ebenfalls fünf Unterschiede. Man kann also beide Früchte miteinander vergleichen. Warum also wird einem dann immer vorgeworfen, man würde Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn man zwei verschiedene Themen vermischt?

Man kann grundsätzlich alles mit allem vergleichen. Fahrräder mit Hochhäusern, Sprachen mit Stromzählern und Telefone mit Nadelbäumen. Aber in den meisten Fällen kommt beim Vergleich eben heraus, dass sie nichts miteinander zu tun haben. Daher unterlässt man solche Vergleiche und konzentriert sich auf solche, wo der Vergleich einen Erkenntnisgewinn bringt.

Äpfel und Birnen sind besser zu vergleichen als Fahrräder mit Hochhäusern und Nadelbäumen. Sie haben tatsächlich Gemeinsamkeiten. Dennoch liefert der Vergleich keinen Erkenntnisgewinn und daher wurde dieser sinnlose Vergleich sprichwörtlich.

So gesehen gibt es Dinge, die sind tatsächlich unvergleichlich. Und dazu gehört auch der Holocaust. Lasst es bitte. Danke.