Zucker ohne Zucker – Food Innovation aus Israel

Startup News aus Israel.

Der kanadische Raffinierzuckerriese Rogers Sugar, die Muttergesellschaft von Lantic Inc, hat sich mit dem israelischen Foodtech-Startup DouxMatok zusammengetan, welches ein Zuckerersatz- Produkt entwickelt hat, das gesünder ist, aber den Zuckergeschmack und -konsistenz beibehält.

DouxMatok will durch diese Zusammenarbeit sein Produkt kommerzialisieren und arbeitet bereits daran, ein Vanillearoma herzustellen, welches als gesunder Ersatz in der Lebensmittelproduktion verwendet werden kann.

Doch wie funktioniert es? Das innovative Produkt von DouxMatok versüßt den Zuckergeschmack, indem es auf effiziente Weise den Zuckergeschmack zu den Geschmacksknospen transportiert und so das “süße Glücksgefühl” verstärkt, welches auf das Gehirn übertragen wird.

Auch die Frankfurter Zuckermanufaktur Südzucker AG, die Schweizer Btov Partners und andere sind an diesem Projekt beteiligt und haben ihr Interesse an einer engen Zusammenarbeit angekündigt.

https://www.geektime.com/douxmatok-partners-with-rogers-lantic/

#FragEinenJuden – Erklärvideos mit Marina Weisband

Marina Weisband ist eine Jüdin aus Deutschland. Sie nennt sich selbst gläubig, aber nicht religiös. Sie ist vielen Menschen in Deutschland bekannt, da sie lange Zeit das Gesicht und das Herz der Piratenpartei Deutschlands war und auch nach ihrem Ausscheiden dort eine Netzaktivistin und gefragte, kluge Stimme im politischen Diskurs geblieben ist.

Marina fragte auf Twitter ihre Follower: Was wollt ihr zum Judentum wissen? Denn der steigende Antisemitismus, der durch die Anschläge in Halle, Hamburg und Wien mörderisch wurde, lässt sich am effektivsten durch Bildung und Wissen begegnen.

Sie war von der Resonanz selbst überrascht und hat über 200 Fragen eingesammelt. Marina und ich kannten uns da noch nicht persönlich. Ich bot an, ihr bei der Beantwortung der Fragen zu helfen. Sie willigte ein und das Resultat sind bisher 3 Videos unter dem Titel #FragEinenJuden mit den Fragen der User und den Antworten von uns beiden, die wir in einem Rutsch aufgenommen haben und die Karol Kosmonaut dankenswerterweise in leicht verdauliche Häppchen geschnitten hat.

Es werden noch mindestens zwei Videos folgen, die wir auch bereits aufgezeichnet haben, und ich freue mich jetzt schon darauf und darüber und ich bin Marina sehr dankbar, dass sie mich an Bord geholt hat in diesem Projekt. Schaut rein!

Israelische Corona-Startups

Coronabedingt haben wir innerhalb der letzten Monate weltweit interessante Entwicklungen im Bereich Innovation und Gesundheitswesen gesehen, die sowohl das Einhalten der neuen Abstandsregeln unterstützen, als auch innovative Lösungen in der Gesundheitsversorgung bieten.

Da bis dato nur der PCR-Test und der Antigen-Test verwendet werden, um auf COVID-19 zu testen, hat Zebra Medical Vision Ltd aus Israel eine AI-Lösung für das medizinische Röntgenbild erfunden, welches im Mai 2020 die FDA-Zulassung erhielt.

Diese Erfindung soll Medizinern helfen, wenn herkömmliche Testmethoden nicht verfügbar sind und kann außerdem festestellen, wie schwerwiegend die geteste Person erkrankt ist. In Zukunft hoffen sie, dass die AI Erfindung auch bei anderen medizinischen Fällen zum Einsatz kommen kann.

Außerdem arbeitet die israelische Regierung eng mit Drohnen-Technologien von Airobotics und OCTOPUS Systems zusammen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen.

Auch wenn wir durch die Pandemie mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, weiß die Startup-Nation kreative Lösungen zu finden und an ihren Aufgaben zu wachsen.

(Text: Mela Friedrich ) GIIN – German-Israeli Innovation Network

Photo: Lisa Grimm

https://www-entrepreneur-com.cdn.ampproject.org/c/s/www.entrepreneur.com/amphtml/356603

ai #artificialintelligence #coronavirus #covid #medical #zukunft #startup #innovation

Israelische Biere Tasting – Video 4

In dem Video Folge vier
Trinken wir nicht nur ein Bier
Über Golan und Politik reden wir
Und auch über das Trump-el-tier

Viel Spass mit dem vierten Video in userer Reihe „Israelische Biere Tasting“, in denen wir Israelische Craft-Biere testen und dabei reden über dies & das. In diesem Video erfährt das Tasting eine (auch für uns!) unerwartete Wendung…

Video 1: Negev
Video 2: Malca
Video 3: Emek Ha’ele

Channukkakitsch!

Bald ist Channukkah! Und wie jedes Jahr, sucht Juna Grossmann auf Twitter den schönsten und absurdesten Chanukkakitsch zusammen. Guckt euch das auf jeden Fall an!

Und dieses Jahr habe ich ein eigenes Stück zur Sammlung hinzugefügt. Ihr könnt diesen kuscheligen Hoodie auf (zugegebenerweise nicht ganz unkontrovers) Spreadshirt kaufen und dann stilecht Kerzen zünden und dabei Schokolade essen.

Alle Gewinne werden in HaselNussTafeln investiert. Und ja, Hanuta ist koscher!

Talente

Talente – dieses Wort begleitet uns unser ganzes Leben. Wenn man ein Kind ist, schauen die Eltern und manchmal auch die Lehrer, welche Talente man hat. Manchmal werden diese gefördert.

Neulich sprach ich mit einer Freundin darüber, sie hat geklagt, dass ihre Talente in der Kindheit nicht gefördert wurden. Sie ist wirklich sehr talentiert in sehr vielen Bereichen. Aus verschiedenen Gründen konnte den Talenten nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, als sie ein Kind war.

Ich widersprach ihr und sagte, dass sie selbst sehr viel aus ihren Talenten gemacht hat und an sich gearbeitet hat.

Das ist auch die Beobachtung, die ich bei mir selbst und bei meinen Kindern mache.

Es ist eine Kombination aus Talenten, mit denen wir geboren werden, Förderung in der Kindheit und das, was wir aus unseren Talenten machen.

Diese Überzeugung ist zu meinem Lebensmotto geworden. Man kann und man sollte jeden Tag an sich arbeiten.

Ich gebe euch ein aktuelles Beispiel. Ich hatte nie Probleme damit, vor dem Publikum zu sprechen, ich habe es schon immer geliebt und war immer gut darin. Als ich aber vor 3-4 Jahren angefangen habe, Videos für Social Media zu machen, klappte es überhaupt nicht. Ich war verkrampft, gestresst und das sah man in den Videos. Seit etwa 3 Wochen merke ich, dass ich endlich mit jedem meiner Videos zufrieden bin. Viel Übung und an sich arbeiten hat sich ausgezahlt.

Deshalb mein Appell an alle, die meinen, keine oder nicht genug Talente zu haben: alle haben Talente. Es ist wichtig zu erkennen, was ihr gut könnt und es ist noch wichtiger, Arbeit in die Talente zu stecken.

Photo: Michal Sela

10 Jahre Aliyah

Heute vor 10 Jahren habe ich Aliyah gemacht.

Es war in erster Linie keine rationale Entscheidung, sondern eine emotionale. Es war eine Art Märchengeschichte, die ich mir hätte nie träumen lassen können.

Mein Mann und ich waren eine Weile befreundet, als er Anfang 2010 kurz nachdem wir uns verliebt haben, Aliyah gemacht hat.

Der Abschied damals war mit Tränen und gebrochenen Herzen, zurückblickend eine hollywoodreife Geschichte.

Zwei Monate später, nach täglichen Telefonaten, saßen wir Abends im März am Strand in Tel Aviv und er machte mir einen Antrag.

Ich wusste, dass es nicht nur ein persönlicher Neuanfang sein würde, sondern für mich auch ein Neuanfang in einem neuen Land. Ich liebte Israel und sah es neben Deutschland auch als Heimat, dennoch war es etwas neues für mich, hier zu leben.

Im August heirateten wir dann in Deutschland und zogen in eine gemeinsame Wohnung in Jerusalem.

Als mein Aliyah Visum fertig war, flogen wir nach Deutschland, um es abzuholen.

Mit 5 Koffern landeten wir dann am 1.11.2010 in Israel, unserer neuen Heimat. Ich wurde noch vor der Passkontrolle von einer Frau mit einem Schild abgeholt und in einen Raum vom Innenministerium gebracht.

Dort bekam ich von einer müden Beamtin meinen Ausweis in die Hand gedrückt, sie sagte „Mazal Tov and welcome home“, ich macht ein Foto mit meinem Ausweis und wir fuhren nach Jerusalem. Vier Jahre war Jerusalem unser Zuhause, dort sind unsere Jungs auf die Welt gekommen. Danach hat es uns in die Nähe von Tel Aviv verschlagen.

Jetzt schlagen in meiner Brust zwei Herzen, eines für Deutschland und eines für Israel. Israel ist ein verrücktes Land aber ich bin unheimlich glücklich, dass es für meinen Mann, mich und unsere drei Kinder ein Zuhause ist, wo wir uns wohl fühlen.