We Remember – meine Familie

Heute gedenken wir den Opfern des Holocaust. Deshalb möchte ich nicht nur mich zeigen, sondern das, was von meiner Familie nach dem Holocaust übrig geblieben ist.

Meine Urgroßeltern Mussi und Aba, beide in der Ukraine aufgewachsen, konnten der Vernichtung entfliehen, weil mein Uropa in der sowjetischen Armee gegen die Deutschen gekämpft hat und in Sibirien stationiert war.

Der größte Teil ihrer Familien wurde umgebracht, erschoßen oder lebendig begraben, von den Deutschen Einsatzgruppen.

Nach dem Holocaust und dem zweiten Weltkrieg sind sie mit meiner Oma und Großtante in die Ukraine zurückgekehrt, weil meine Oma dort Medizin studieren wollte.

Mein Uropa ist zwei Jahre vor meiner Geburt gestorben und ich konnte ihn nicht kennen lernen. Bis heute schwärmt meine Mutter von ihm. Er war wohl ein sehr aufmerksamer und zärtlicher Großvater.

Meine sehr taffe Uroma hat bis zu ihrem Tod 2012 sehr viel über den Krieg und den Holocaust erzählt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schmerzhaft es für sie gewesen sein musste zu erfahren, dass ihre Familie fast komplett lebendig begraben wurde.

Sie ist dennoch 1996 mit uns nach Deutschland ausgewandert, weil sie der Überzeugung war, dass das neue Deutschland anders ist.

Diese Weisheit habe ich sehr bewundert.

Ich bewundere aber auch alle aus dieser kleinen Familie. Alle haben große und gesellschaftlich wichtige Organisationen und Projekte auf die Beine gestellt.

Heute gedenke ich dem sehr großen Teil meiner Familie, die umgebracht wurden, weil sie Juden waren.

#We Remember!

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