Jom Jeruschalayim – Die Befreiung vor 49 Jahren

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Mit Jehuda Kohen (סא“ל, vgl. Oberstleutnant)

Heute vor 49 Jahren wurde Jerusalem von den Jordaniern befreit. Sie wüteten in der Stadt für beinahe 20 Jahre, vertrieben alle jüdischen Bewohner aus der Altstadt und zerstörten die meisten Synagogen, darunter auch die Hurva, die prächtigste Synagoge ihrer Zeit.

Gestern Abend lauschte ich nach dem Abendgebet in unserer Synagoge dem Vortrag des Veteranen Jehuda Kohen. Er war damals ein einfacher Soldat, der im Sechs-Tage-Krieg als Reservist von der Uni eingezogen und in den Krieg geschick wurde. Er erzählte uns, wie die Mobilmachung ablief und dass es kaum Telefon und erst Recht kein Internet gab und viele einfach nicht wussten, was auf sie zu kommt. Er hatte damals eine kleine Kamera dabei und zeigte uns nun Fotos aus der Zeit.

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Das Design des Vortrages erinnerte an Webseiten aus den 90er Jahren…

Er gehörte zu einer Division, die eigentlich Richtung Ägypten aufbrechen und Nasser und seine Truppen zurückschlagen sollte. Die Ägypter waren aber unerwartet schnell besiegt, und sie wurden dort nicht mehr gebraucht. Nasser allerdings belog seinen Alliierten König Hussein aus Jordanien und erzählte ihm, seine Truppen ständen bereits vor Tel Aviv. Daher kämpften die Jordanier weiter.

Als er und seine Kameraden hörten, sie sollen nach Jerusalem, waren sie geradezu enttäuscht. „Was sollen wir in dieser Stadt?“, fragten sie sich. Dabei waren er und einige seiner Kameraden religiös und gingen mit TNT, Gewehr, Bajonett, Gebetsbuch und Gebetsriemen im Gepäck in den Krieg. Den militärischen Sinn dahinter und die emotionale Relevanz dieser Befreiung wurde ihnen erst später bewusst. Ich fragte ihn gestern Abend, ob der heutige Staat Israel ohne Jerusalem und die Kotel existieren könnte, und er verneinte vehement.

Er hielt einen Diavortrag mit seinen Fotos und erzählte seine persönliche Geschichte. Von der Fahrt im Bus nach Jerusalem, der Eroberung von Bunkern (mit TNT), wehmütig, wie er einen Jordanischen Soldaten erschoss, dem er in die Augen gesehen hatte, wie sie auf Har Hotzvim verschnauften und schliesslich, nach weiteren Stationen, den Har Habait, den Tempelberg eroberten.

An jeder Station träumten sie davon, dass der Krieg jetzt endlich vorbei sei, und erst am Tempelberg wurden sie erlöst.

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Jehuda Kohen auf dem Tempelberg

Er zeigte uns Fotos von ihm und seinen Kameraden, wie sie vor dem Felsendom posieren, an dessen Kuppel sie eine Israelische Fahne angebracht hatten. Es gibt kein Foto von der Fahne dort, nach einer halben Stunde wurde sie auf Befehl eines Vorgesetzten wieder eingeholt. Der religiöse Ort für die Muslime sollte respektiert bleiben. Auch die Freude währte nur kurz, denn schnell verbreiteten sich die Nachrichten darüber, wer ihrer Freunde gefallen und verwundet war.

Dass dieser Krieg gegen die Jordanier kein Krieg gegen Muslime oder Palästinenser war, sondern gegen die Jordanischen Besatzer, zeigt die Rede Moshe Dayans, dem damals amtierenden Verteidigungsminister, kurz nach der Befreiung:

„This morning, the Israel Defense Forces liberated Jerusalem. We have united Jerusalem, the divided capital of Israel. We have returned to the holiest of our holy places, never to part from it again.
To our Arab neighbors we extend, also at this hour – and with added emphasis at this hour – our hand in peace. And to our Christian and Muslim fellow citizens, we solemnly promise full religious freedom and rights. We did not come to Jerusalem for the sake of other peoples‘ holy places, and not to interfere with the adherents of other faiths, but in order to safeguard its entirety, and to live there together with others, in unity.“

Jehuda Kohen hält diesen Vortrag seit Jahren und erzählt beseelt davon, wie er mit Rabbi Goren und Rabbi Kook das erste Minchagebet (Nachmittagsgebet) an der Kotel (Westmauer oder Klagemauer) seit Jahrzehnten gebetet hat und sie mit 10 Männern angefangen haben und zum Ende des Gebets alle anderen dazugekommen sind, die vorher noch am Felsendom sassen. Die Kotel ist seit dem eine offene Synagoge für alle, egal ob Jude, Christ, Moslem oder sonst irgend etwas.

Die Kontrolle über den Tempelberg selbst haben wir wieder abgegeben. Dort herrscht die Fatah und lässt Juden, die offen als Juden zu erkennen sind nicht rein.

 

 

BDS: Orange is the new Partner

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Die Anbieterkennung hat heute gewechselt.

Orange ist ein multinationaler Mobilfunkanbieter mit Sitz in Frankreich. Eigentlich ist es ein Franchise-Unternehmen, ähnlich wie McDonalds für Fastfood, nur eben für Mobilfunk.

Der Israelische Partner von Orange heisst genau so: Partner Communications. Mein Handy ist mit einer SIM aus diesem Unternehmen ausgestattet. Sie haben, meiner Meinung nach, das beste Netz in diesem Land.

Mobil telefonieren ist hier so billig wie in wenigen Ländern und die Nutzer haben so viele Rechte wie nirgendwo. So kann man jederzeit den Anbieter wechseln und die eigene Nummer mitnehmen, ohne dass der alte Anbieter zustimmen muss. Man bekommt eine neue SIM am Verkaufsstand von einem anderen Anbieter mit einem besseren Angebot und keine fünf Minuten später ist die Nummer portiert.

Das führt dazu, dass der Wettbewerb gnadenlos und die Preise niedrig sind. Für umgerechnet etwa 10 Euro bekommt man eine Flat in alle nationalen Netze inkl. SMS, Gigabytes an Daten und üppige Inklusivminuten ins Ausland. Sogar das Datenroaming kostet einen Bruchteil dessen, was deutsche Mobilfunkanbieter so bei ihren per langem Vertrag an sie ausgelieferten Kunden abgreifen.

Über den Preis kann man kaum noch im Wettbewerb bestehen. Aber Partner hat jetzt ein neues Verkaufsargument hinzubekommen: Daffke!

partnerwebsite Partner Webseite in Israel

Der Orange CEO Stéphane Richard hat letztes Jahr im Ägypten verlauten lassen, dass er lieber heute als morgen den Deal mit Israel beenden würde. Er reagierte damit auf eine BDS Diffamierungscampagne gegen Orange in Ägypten. Von Israelischer Seite wurde der Mann schwer kritisiert, aber gebracht hat es nichts. Mein Telefon hat es mir heute angezeigt: Das gewohnte „Orange“ der Anbieterkennung ist einem „Partner“ gewichen. Und auch die Webseite sieht sehr, sehr anders aus.

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Angenehm, Partner – Schalom und Danke, Orange

Kein Glanzstück im Design, wenn man mich fragt. Aber egal. Orange ist weg. Stattdessen gibt es die passende Komplementärfarbe Türkis. Partner. Der Anbieter meiner Wahl.

Und kein Geld mehr für das Franchising nach Frankreich. Die vertreiben verlieren gerade auch ihre Juden an Israel, da ist das nur konsequent.

UPDATE 19.4.2016

Die Läden sind inzwischen alle mit dem neuen Logo verziert, aber an einer Stelle wird es schwer werden, den Namen komplett zu verbannen. Immerhin kann man ihn mit Füßen treten:

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Warnung vor gefährlicher (!!) Glasfaser in drei Sprachen in drei Schriften

Diese Deckel gibt es überall im Land verteilt.