Querdenken. Zeit, die Maske(n) abzulegen

Ein Gastbeitrag von Julia Stallinger

Aus dem Alltag ist die Maske nicht mehr wegzudenken. Sie dient dem Schutz anderer vor Corona und kann in gelebter Solidarität nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen schützen, sondern sogar Leben retten. Dieser Wirkung trauen aber besonders Querdenker:innen nicht. Die Maske schütze nicht vor der Pandemie, sie sei vielmehr ein Symbol des Mundtotmachens kritischer Stimmen. Doch wer will hier wen mundtot machen? Verfolgt man die Reden auf Querdenken-Demonstrationen, so wird einem schnell klar, dass das Ablegen der Maske vor allem eine symbolische Wirkung erzielen soll. Die häufig als „Maulkorb“ bezeichneten Masken werden abgelegt im vermeintlichen Kampf um die Freiheit. Freiheit, sich wieder mit Menschen zu treffen, aber eben auch Freiheit, sich öffentlich zu radikalisieren und ein altes neues Feindbild über ein größeres, verschwörerisches Narrativ zu etablieren. Was zunächst aussieht wie ein Wunsch nach Ausbruch aus der Pandemie ist tatsächlich nur eine Maske für den eigentlichen Wunsch nach Ausbruch aus der Demokratie.

Von Schuldkult und Opferneid

Die Aussagen und Gedankenspiele auf Querdenken-Demonstrationen sind vielfältig, aber ähnlich im Inhalt. Von einer Studentin, die sich selbst mit Sophie Scholl gleichsetzt, weil sie sich im „Widerstand“ befände, über ein elfjähriges Mädchen, das von ihren Eltern dazu instrumentalisiert wird, zu sagen, sie lebe wie Anne Frank, bishin zu Menschen, die Judensterne auf Masken und andere Kleidungsstücke drucken und behaupten, sie seien „die neuen Juden“. Es finden sich verschiedene Formen der Anspielung auf das NS-Regime und schließlich auch auf die Shoa auf Querdenken-Veranstaltungen. Das ist problematisch, weil Sprache Bilder formt. Die Bilder, denen sich hier bedient wird, sind grausame Bilder von der Ermordung von Millionen von Menschen, die vollkommen grundlos brutalst von einem faschistischen Regime vernichtet wurden. All diese Anspielungen und Vergleiche mit einer Diktatur werden also gemacht, während man selbst in einer Demokratie lebt, in der Gewaltenteilung herrscht und man sogar während einer Pandemie unter Polizeischutz demonstrieren kann und darf, es also keinerlei Ähnlichkeiten mit dem NS-Regime gibt. Wieso also die Vergleiche?

Die Verunsicherung, die Angst, etwas ausgesetzt zu sein, das niemand kontrollieren kann, ist nicht ungewöhnlich zu Zeiten einer Pandemie. Nicht nur Querdenker:innen haben Sorgen und Ängste, nicht nur Querdenker:innen sehnen sich wieder zurück in ein Leben ohne Maske mit engen sozialen Kontakten. Aber gerade die Tatsache, dass wir sozusagen kollektiv „Opfer der Pandemie“ sind ist auch ein wesentlicher Punkt, weshalb die Bewegung auch in zunächst nicht antisemitischen oder radikalen Kreisen Einzug gewinnt. Diese Selbstidentifkation als Opfer der Umstände kann der erste Berührungspunkt mit Querdenken sein. Gleichzeitig bietet die Bewegung vermeintliche Antworten auf Fragen, die man sich zuvor vielleicht gar nicht gestellt hat. Denn dort, wo ein Opfernarrativ erzählt wird, da gibt es auch Täter:innen.

Wir sind die neuen Juden!“ oder auch: „Die Zionisten sind schuld!

Rothschild. Soros. Die Finanzeliten. Lügenpresse. Big Pharma. Oder auch direkt, laut Attila Hildmann: die Zionisten. Codes für vermeintliche Täter:innen findet man auf Querdenken-Veranstaltungen genug. Abstrakte Größen, die unnahbar scheinen. Wer sind diese Zionisten? Spätestens, wirklich allerspätestens hier muss klar sein: Was auf Querdenken-Demonstrationen verbreitet wird, ist Antisemitismus. Und das auch nicht mehr subtil, sondern offenkundig und toleriert von der Gesellschaft.

Querdenken bedient sich jahrhundertealter antijüdischer und antisemitischer Stereotype und adaptiert diese. Vom geldgierigen Juden, der die Medien kontrolliert, die Coronaimpfung in die Welt setzt, um die Menschen zu vergiften (ganz nach dem Brunnenvergiftungsmotiv) und die Regierungen dazu bringt, Menschen diese große „Corona-Lüge“ zu verkaufen, um sich so an ihnen für die grausame Geschichte der Verfolgung zur NS-Zeit zu rächen. Antisemitische Narrative sind tief im deutschsprachigen Raum verwurzelt. So tief, dass heute noch zwischen 20 und 24% der Bevölkerung in Deutschland glauben, dass Juden zu viel Macht in der Poltik, Wirtschaft, Finanzwelt und Medienlandschaft haben und sogar glauben, dass Jüdinnen und Juden sich für etwas Besseres hielten. Zudem denken 41% der Deutschen, Jüdinnen und Juden wären Israel gegenüber treuer als Deutschland, das entspricht auch dem Prozentsatz der Bevölkerung, der denkt, Jüdinnen und Juden sprächen zu häufig über die Shoa (vgl. Brumlik, 2020, S. 4f.). Gerade deshalb funktionieren subtile antisemitische Codes sehr gut, denn sie müssen nicht neu erlernt werden. Sie waren nie weg, sondern haben sich nur weiterentwickelt. Querdenken macht sich diese Muster zu nutze und instrumentalisiert die Shoa, indem sie ihre heutige Situation mit der der NS-Zeit gleichsetzen und mit den dadurch hergestellten emotionalen Konnotationen Zuspruch gewinnen. Spricht man nun aber selbst als Jüdin oder Jude über die grausamen Ermordungen, wird einem Schuldkult vorgeworfen, also bewusstes Hervorrufen von Schuldgefühlen aufgrund der Geschichte. Betrachtet man die Menge an Menschen, die antisemitische Narrative verinnerlicht haben, dann überrascht es nicht, dass diese Schuldumkehr erfolgreich funktioniert, auf dessen Basis sich neue Feindbilder bauen lassen. „Die Zionisten“, Israel, „deutschlanduntreue“ Jüdinnen und Juden, die zu viel über die Shoa reden, um einem selbst Schuldgefühle einzuflößen. Sie seien doch diejenigen -– so glaubt ein nicht geringer Prozentsatz der Deutschen – die Macht in Form von Geld, Einfluss auf die Politik und Medien wie auch auf die Pharmabranche haben. Es ist für Querdenker:innen also naheliegend, sich nicht nur selbst zu viktimisieren, sondern gleichzeitig Schuldumkehr zu betreiben und zu behaupten, Jüdinnen und Juden, unter dem Code der „Zionisten“, wollen mit der Coronapandemie anderen schaden. Das Motiv? Rache.

Auf der Suche nach einem neuen, nicht greifbaren, elitären Feindbild kommt auch die Nähe von Querdenken zu Qanon, die nicht nur symbolisch, sondern auch ideologisch verankert ist, hervor. Gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland zu hetzen, das ist ­– zum Glück – auf legaler Ebene schwierig. Das führt aber unweigerlich dazu, Zionistinnen und Zionisten, also jene Leute, die die Existenz des einzigen jüdischen Staates Israel befürworten und unterstützen, als neues Vehikel für ihren Hass zu legitimieren. Unter der Schätzung, dass 95% der Jüdinnen und Juden weltweit Zionist:innen sind wird ebenso klar erkennbar, dass es sich wieder nur um ein Codewort handelt, das den eigenen Antisemitismus kaschieren soll. Und nicht nur das: Unter dem kollektiven Hass auf Zionismus finden Gruppen zusammen, die sonst nie zusammenfinden würden. Wenn eine von Rechtsradikalen organisierte Free Palestine-Demonstration vor einer Synagoge in Deutschland, wo deutsche Jüdinnen und Juden beten, nicht genehmigt wird, dann wird das kollektive antisemitische Motiv unter dem Deckmantel des Antizionismus klar erkennbar. Dieses gemeinsame Narrativ der bösen Zionist:innen, das für viele zunächst gar nicht greifbar ist, funktioniert. Es funktioniert, weil es verharmlost werden kann, schließlich hat ja niemand explizit von „den Juden“ gesprochen. Es funktioniet, weil es abstrakt erscheint und weil Zionismus „ein umstrittenes Thema ist“, weil Zionismus aber eigentlich zunächst ein Begriff, ist, der den meisten Menschen im deutschsprachigen Raum gar nichts sagt und es schwer ist, gegen einen unbekannten Begriff zu argumentieren. Es funktioniert nicht zuletzt aber auch, weil Antisemitismus schlichtweg, selbst wenn er offen praktiziert wird, in der Mehrheitsgesellschaft toleriert wird.

Demonstrieren für die Freiheit

Tatsache ist: Es gibt legitime Punkte, die man am Pandemiemanagement kritisieren kann und muss. Das ist aus rein medizinischer, ethischer und juristischer Perspektive nicht nur möglich, sondern auch notwendig, um sicherstellen zu können, den effektivsten Schutz für die Gesellschaft zu gewährleisten. Gleiches gilt für Kritik an der Regierung, wie die Opposition beispielsweise veranschaulicht. Diese gerechtfertigte Kritik kommt aber ohne antisemitische Verschwörungsmythen, die sich häufig als antizionistisch kaschieren, aus.

Auf Coronademonstrationen geht es nicht darum, legitime und notwendige medizinische und juristische Fragen zu stellen und Kritikpunkte aufzuwerfen. Es geht darum, die Demokratie in Frage zu stellen und zu überwinden. Ein demokratisches System umzustürzen, das von Querdenker:innen als Diktatur betrachtet wird, weil das eigene Narrativ der jüdischen/zionistischen Weltverschwörung bereits so verinnerlicht ist, dass man gar nicht mehr wahrnehmen kann, dass Gewaltenteilung existiert, Wahlen nicht gefälscht werden, Menschen frei demonstrieren dürfen (auch während einer Pandemie) und, Baruch HaShem, niemand ermordet wird, weil wir in einer Demokratie und nicht einer Diktatur leben.

Geschichtsrevisionistische und -relativierende Aussagen befördern die eigne Viktimisierung und verharmlosen die Shoa und damit den brutalen Mord and sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Zugleich schaffen diese Aussagen Implikationen und Bilder, die dazu führen, sich selbst in heutiger Zeit als Opfer, zunächst der Pandemie und schließlich einer vermeintlichen Diktatur zu sehen. Diese Diktatur verfolgt Ziele, die den Bürger:innen nicht bewusst sein können, die sie also selbst aufdecken müssen. So entwickelt sich das Verschwörungsnarrativ der zionistischen Eliten, die im Geheimen von Israel aus, aber auch in der Diaspora agieren, das Virus in die Welt setzen, die Medien, Finanzen, Pharma und die Regierung kontrollieren und so als Weltmacht die Rache an der deutschen Bevölkerung üben. Es beginnt also mit zunächst unscheinbaren Codes, die man vielleicht als Laie gar nicht als antisemitisch kategorisieren würde. Daraus entwickelt sich aber schnell ein neues Feindbild, in dem die „Deutschen“ die Opfer und Jüdinnen und Juden die Täter:innen sind.

Umso wichtiger ist es, nicht nur von „Covidioten“ zu sprechen und ihren gelebten Antisemitismus müde zu belächeln und dadurch zu verharmlosen. Eine Verharmlosung bietet Platz in der Gesellschaft. Den gibt es aber nicht für Antisemitismus. Geschichtsrevisionismus und antisemitische Verschwörungsmythen, so absurd sie klingen, müssen ernst genommen, eingeordnet, diskutiert und widerlegt werden. Wenn „nie wieder“ auch wirklich „nie wieder“ bedeuten soll, dann muss es Aufgabe der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft sein, nicht nur Jüdinnen und Juden zuzuhören, sondern auch sich selbst klar gegen alle Formen des Antisemitismus zu positionieren.

Zahlen zu antisemitischen Einstellungen in Deutschland:

Brumlik, M. (2020). Antisemitismus. 100 Seiten. Bonn: Reclam.

Über die Autorin

Julia Stallinger, BEd studiert derzeit im Master Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Salzburg. Am Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität ist sie außerdem als Studienassistentin tätig und moderiert die Radiosendung Maschehu – Mischehu, die auch als Podcast verfügbar ist. Während das Ziel der Sendung ist, innerjüdische Diversität, die im Mainstream keinen Raum findet, durch eine Vielfalt an jüdischen Themen und Gästen sichtbar zu machen und zu diskutieren, engagiert sie sich thematisch außerhalb der Sendung vorrangig zum Thema Antisemitismus und als Mitglied der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft spezifisch zur Schnittstelle zwischen antizionistischen und antisemitischen Motiven in radikalen Gruppierungen.

Link zur Sendung Maschehu – Mischehu:

Twitter:

UFO Abwehr jetzt! Die Aliens kommen! 🛸 👽

88 positiv besetzen!

Als ich in der Schule war, in der Mittelstufe, da haben wir ausführlich alles über das Dritte Reich gelernt. Man kann nicht sagen, dass unsere Lehrer (bis auf einen oder zwei) irgend ein gutes Blatt an dieser Epoche gelassen hätten. In unseren Schulbüchern waren Wahlplakate der NSDAP abgedruckt, anhand derer uns die Rattenfängermethoden der Nazis erklärt wurden. Außerdem wurde eine HauptTeilschuld an der Misere dem Versailler Frieden, der die Deutschen so gedemütigt hatte und der desolaten wirtschaftliche Lage angehängt.

Außerhalb der Schule musste ich lernen, dass es eigentlich gar keine Nazis gab. Nach 45 waren die alle irgendwie sofort verschwunden und nur Nix-Gewusst-Haber und heimliche Untergrundkämpfer, die eigenhändig todesmutig Juden gerettet haben, waren noch da. Die Nazis waren ein Phänomen, dass irgendwie von außen gekommen sein muss und dann wieder verschwunden ist. Nicht umsonst glauben sogenannten „Truther“, dass die Nazis bis heute eine Militärbasis auf der Rückseite des Mondes betreiben. Auf dem Mond herrschen tagsüber Temperaturen von bis zu +127°C und in der Nacht bis zu -173°C, an den Polen sogar bis zu -247°C. Das passt doch gut: Die Nazis sind hirnverbrannte Arschlöcher mit eiskalter Seele.

Zwei Erklärungen für das Dritte Reich, die mir genügen mussten. Ein Großteil meiner Familie wurde also von Aliens, die von Versailler Wirtschaftsflüchtlingen angestiftet wurden, in Lagern industriell umgebracht.

In Chemnitz und anderen Teilen Sachsens marschieren die stolzen Enkel der HJ und BDM Hurrapatrioten von damals wieder mit dumpfer Gewalt durch die Straßen. Derweil geht es Deutschland jedoch wirtschaftlich so gut wie noch nie. Das „Wir schaffen das“ der Kanzlerin scheint zu stimmen! Gedemütigt wurden die Deutschen kürzlich zwar beim Feldzug WM-Ausflug in Russland (schon wieder), aber daran war ja der Ausländer schuld. Wo ist also das Problem?

Es bleibt also nur ein Schluss: Die Aliens avatarsuckssind zurück! Dieses Mal in blau. Baut also endlich eine Bundeswehr mit Weltraum-Abwehr-Einheit! Die Trumpsche „Space Force“ wird nicht vor 2020 fertig und die nächste Bundestagswahl ist schon ein Jahr später! Ob die Amis den Deutschen wieder aus der Patsche helfen, bleibt fraglich!

Klicks von Rechts

weltdefbshares
wow, fast Viertausend Facebook Interaktionen!

Mein Artikel in der WELT von gestern hatte keinen prominenten Platz auf der WELT Startseite und hat trotzdem bis heute schon fast Viertausend Facebook Interaktionen provoziert. Das ist echt eine ganze Menge!

Es liegt in der Natur der Sache, dass manche davon auch aus der rechten Ecke stammen. Darunter sind einige AfD-Seiten und die Nazi-Facebook-Gruppe „Widerstand Dresden„, die ihn geteilt haben.

Ich habe mir die Kommentare in ein paar AfD-Landesgruppen Facebook Seiten zu meinem Artikel angetan. Dazu kann ich nur sagen: Wer hat euch denn ins Gehirn geschissen???

Hier eine klare Message an Euch: Ihr Scheisstypen seid einem Trojanischem Pferd aufgesessen. Ich habe den Text geschrieben, weil ich Eure Unterscheidung zwischen „uns“ und „die“ zum Kotzen finde. Ich habe den Pragmatismus des Profiling hervorgehoben und die positiven Effekte auf das Zusammenleben zwischen etwa Muslimen und Nichtmuslimen. Ich rede das Wort für ein gutes Zusammenleben unter der Bedrohungslage von islamistischem Terror. Ich will mit Muslimen als Mitmenschen in Frieden leben, ihr wollt die Muslime loswerden. Wenn eine von euch Knallchargen sich auf mich berufen sollte, wenn es um die Einführung ethnisches Profilings geht, dann werde ich der erste sein, der lautstark dagegen sein wird!

So. Genug Fäkalausdrücke für dieses Jahr. Das Kontingent ist aufgebraucht. Und überrascht bin ich ehrlich gesagt auch nicht darüber. Aber wer Angst hat, Applaus von der falschen Seite zu bekommen, sollte einfach die Klappe halten. Das weiss inzwischen sogar die Wagenknecht von der PDS. Ich will nicht, dass ethnisches Profiling von den Falschen aus den falschen Gründen gemacht wird, sondern aus den richtigen Gründen, wenn es unausweichlich wird. Daher habe ich mich auch gefreut über die Kommentare unter den Artikel, die warnten vor dem Profiling mit Hinweis auf die jüngere Deutsche Geschichte. Solche Massnahmen dürfen eben nicht unreflektiert und fahrlässig eingeführt werden und müssen diskutiert werden.

Einen Fäkalausdruck habe ich mir noch aufgehoben für die „Widerstand Dresden“ Nazis:

„Steckst’n Finger in Po und…. Dresden!“

Nazi-Indoktrinierung von Kindern

Der SPON-Artikel über die Indoktrinierung von deutschen Kindern im 3. Reich ist ernüchternd. Offenbar gelang es den Nazis, ihr Antisemitisches Gedankengut tief in den Gemütern dieser Menschen zu verankern, so dass sie bis heute Juden hassen.
Erschreckend ist diese Erkenntnis, wenn man bedenkt, dass die Lehrpläne der Fatah und Hamas denen der Nazis ins Nichts nachstehen. Wie sollen wir mit diesen palästinensischen Kindern, wenn sie aus ihrer Pubertät entwachsen sind und vollwertige Mitglieder ihrer Gesellschaft werden, jemals Frieden schliessen?
Die EU finanziert viele dieser Schulen. Sie könnte also auch Einfluss auf die Lehrpläne nehmen. Tut sie aber nicht. Und in 50 Jahren lesen wir dann wieder einen Artikel wie diesen auf SPON über Antisemitismus unter Palästinensern.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/antisemitismus-bei-schuelern-aus-nazi-zeit-besonders-verbreitet-a-1038908.html

HoGeSa und Heute-Show

Es ist mir peinlich: Samstag Abend haben meine Frau und ich in der ZDF Mediathek die „Heute-Show“ vom 31.10.14 gesehen. Unwitzigkeit kennt keine Grenzen und wenn die Show sich anstelle von aus Zwangsgebühren aus Publikumslachern finanzieren müsste, wie es bei einem Kabarett in Barcelona gerade ausprobiert wird, dann wäre die Sendung wahrscheinlich schon längst abgesetzt.
Das Thema der Woche sind die Knallköppe, die sich HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) nennen. Natürlich nimmt sich die Show dem an, da es ausschließlich dankenswert beknackte Menschen in diesen „Demos“ gibt, die man bloßstellen kann. So weit so erwartbar. Womit ich aber nicht gerechnet habe, ist der beißende Spott, den die Salafisten im Speziellen und Moslems im Allgemeinen in dem Beitrag abbekommen haben. Da sagt doch tatsächlich einer: „Jede Religion hat ein Recht darauf, von Profis fachgerecht verarscht zu werden“. Und wem das nicht gefällt, dem wird der Abschaltknopf auf der Fernbedienung als Lösung nahegelegt. Ich konnte den HoGeSa-Idioten bisher nichts positives abgewinnen, aber wenn die es den Satirikern ermöglichen, über sie und die Salafisten gleichzeitig zu spotten, dann haben sie ja doch einen Zweck.
Juden nehmen eine so ernste Sache wie das Verarschen unserer Religion selbst in die Hand. Wir brauchen dafür keine „Heute-Show“ und auch keinen Dieter Nuhr. Vielleicht schaffen die Moslems das auch eines Tages.