Danke fürs Gedenken

Die 13 Blumen

The curved ceiling of the Hall of Names is pictured during a visit by U.S. President Barack Obama at the Yad Vashem Holocaust Memorial in Jerusalem Yad VaShem in Jerusalem

Heute haben alle Menschen der Welt, zumindest die anständigen unter denen, die überhaupt davon wissen, den ermordeten Menschen des Holocaust gedacht. Danke. Unter diesen Opfern ist auch mein Großvater und seine ganze Familie. Und bis auf wenige Überlebende auch die Familie meiner Frau.

Aber warum soll man Gedenken? Vor allem, wenn man nicht gerade direkt betroffen ist wie wir Nachkommen der Opfer oder die Nachkommen der Täter? Man gedenkt, um daraus seine Schlüsse zu ziehen, um etwas zu lernen.

Und das ist der üble Beigeschmack bei der ganzen Veranstaltung. Denn manche lernen daraus Dinge, für die ich sie lieber nicht hätte Gedenken lassen. Hier die Lehren, die man zieht:

1. Es ist nicht OK, Menschen einfach so zusammenzupferchen und dann in Gaskammern zu stecken, um sie massenhaft abzuschlachten

Ja, das stimmt natürlich. Aber wer den Holocaust brauchte, um das zu kapieren, der hätte wohl selber mitgemacht…

Ursprünglichen Post anzeigen 488 weitere Wörter

Ein Gedanke zu “Danke fürs Gedenken

  1. „der hätte wohl selber mitgemacht…“

    So ähnlich dachte ich über Leute, die Verständnis für Stasi- und SED-Anhänger äußerten. Da wird man doch sehr misstrauisch.
    Mittlerweile glaube ich nicht, dass die Vermutung, dieser oder jener hätte da oder dort mitgemacht, etwas bringt. Jede Situation ist anders, Menschen reagieren anders, als man vermutet.

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